Mario und ich waren die ersten von unserer Truppe am Frühstücksbüfett. Schon den zweiten Tag! Den anderen vier Kollegen hing wohl eine lange Nacht an? Für eine Woche logierten wir in dem Dortmunder Hotel. Wir sollten uns tagsüber auf die Umstellung des EDV Systems des Unternehmens vorbereiten. Mitten in die lockere Plauderei über Wetter und den bevorstehenden Tag knurrte Mario unvermittelt: “Ziemlich einfallslos, was die auf ihren besonderen Hotelkanal an sogenannter Erotik zu bieten haben.” Ein unverschämtes Grinsen begleitete seine Worte. Ich spürte, mir mussten die Wangen und Ohren glühen. Diese Anspielung konnte nur bedeuten, dass er irgendwie mitbekommen hatte, wie ich mir am Vorabend so einen Film reingezogen hatte. Ob ihm meine Irritation leid tat? Jedenfalls empfahl er mir, sicherheitshalber die Vorhänge zuzuziehen, selbst wenn ich nur fernsehen würde. Ich erfuhr, sein Fenster war in dem u-förmigen Bau genau meinem gegenüber, und er hatte meinen Fernseher im Blick. Weiterlesen »
Nach dem ersten Kuss hatte sie mich gewarnt. Sie sei ein ganz verrücktes Huhn, sagte Kathreen. Ich überhörte es vermutlich in meiner Verliebtheit.
An unserem ersten Urlaubstag, mittags zwölf Uhr, am Strand, da glaubte ich zu begreifen. Weiterlesen »
Schon als Kind hatte ich meine Freude daran, an den alten Wänden herumzukritzeln, wenn der Maler im Haus war und neue Tapeten oder Farben anbrachte. Nun durfte ich es, ohne Aufschrei der erschreckten Mutter, in der eigenen Wohnung. Die stand Kopf. Der junge Malermeister war gerade dabei, im Schlafzimmer die letzten Pinselstriche zu tun. Ich saß gelangweilt im Wohnzimmer auf einem eingehüllten Sessel. Schon eine Weile regte mich der knackige Po des Mannes auf der Leiter an, wenn er gekonnt die Holme als verlängerte Beine nutze und an der Wand entlang schritt. Bei jeder Bewegung spannten sich die prallen Backen. Noch niemals hatte ich so einen Männerpo in Arbeitshosen bewundert, noch dazu in farbverschmierten. Weiterlesen »
Seit zwei Wochen hatte sich Jana an die Kurroutine gewöhnt. Ziemlich gleichförmig liefen die Tage ab. Am Morgen der Frühsport in der Gruppe mit einem ausgedehnten Waldlauf, am Vormittag ein paar Wasser- und Sauerstoffbehandlungen, Mittagessen, der empfohlene Mittagsschlaf und am Nachmittag Spaziergänge und Besuch des kleinen Cafes.
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Schon zum zweiten Mal an jenem Abend fuhr Susan wie elektrisiert zusammen. War es Absicht, oder streifte sie RenĂ© absichtlich, um ihr seinen ziemlichen Aufstand spüren zu lassen? Absicht traute sie ihm beinahe nicht zu, denn es war immerhin schon der fünfte gemeinsame Discobesuch. Mehr als ein Küsschen vor der Haustür hatte es nie gegeben. Susan wurmte seine Zurückhaltung ein bisschen. Die Freundin musste sie schon beschwindeln, weil die unaufhörlich zur neuen Eroberung gratulierte und stets wissen wollte, wie es war. Susan ärgerte sich aber auch um jede verlorene Stunde mit diesem Jungen, der für sie vielleicht der Mann des Lebens sein konnte. Weiterlesen »
Lucie und Rene waren an diesem Abend zeitig zu Bett gegangen. Wenn sie sich das vornahmen, gab es immer ein ganz besonders Programm. Natürlich warteten sie nach erst zweijähriger Ehe nicht auf so ein besonderes Signal. In ihrem Ehebett war fast jedem Abend Stimmung. Einer von beiden verstand es immer, den anderen geschickt zu verführen. Weiterlesen »
